GESCHICHTE

40 Jahre Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Aachen e.V.
„Kein Leben im Abseits“

Am 17. November 2012 feierte der Bezirksverein der Kehlkopfoperierten Aachen e.V. sein 40-jähriges Bestehen im Rahmen einer Seminarveranstaltung.

Gründer des Vereins war Ludwig Klär. Getreu seines Mottos: „Bürger ohne Kehlkopf – kein Leben im Abseits “ hat der Bezirksverein in der Region seitdem die Situation von krebsbetroffenen Menschen entscheidend verbessert.
1979 gründete der Bezirksvereins für die KKO mit dem Verband der Frauenselbsthilfe nach Krebs und der deutschen ILCO die Krebsberatungsstelle und Kontaktstelle für Selbsthilfegruppen in Aachen,
die KBS.

Leitgedanke war krebsbetroffene Menschen durch Zusammenwirken erlebter Kompetenz (Selbsthilfegruppe) und erlernter Kompetenz (Professionelle) mit umfassender begleitender Unterstützung, Hoffnung und Mut zu geben. Nach der Diagnosemitteilung, „Krebs“ fühlen sich erfahrungsgemäß viele Betroffene mit ihren Fragen, Ängsten und Sorgen allein gelassen. Andere erleben die Krankheit auch als Chance, etwas in ihrem Leben zu verändern. Für alle gilt, dass
das Thema Krebs in die Mitte der Gesellschaft gehört. Der Vorsitzende des KKO-Vereins ist zugleich gewähltes Vorstandsmitglied des KBS-Vereins.

Benno Horres, erster Vorsitzender des Bezirksvereins für die Kehlkopfoperierten Aachen e.V. und Patientenbetreuer führte durch die Festveranstaltung. Die Schirmherrschaft hatte StädteRegionsrat Helmut Etschenberg. In seinem Namen, gratulierte der stellvertretende Städteregionsrat Hans-Josef Hilsenbeck aus der Eifelgemeinde Simmerath, zum 40jährigen Bestehen des Vereins. Als Beispiel für eine gute Zusammenarbeit zwischen Institutionen und Selbsthilfe in der Region Aachen nannte er das Medizinische Zentrum StädteRegion Aachen als „Selbsthilfefreundliches Krankenhaus“‘.
Die Glückwünsche des Landesverbandes KKO NRW überbrachte Günter Dohmen.
Herr Werner Kubiza, Präsident des Bundesverbandes der Kehlkopfoperierten, hob die Aachener Gruppe als „Mitstreiter der ersten Stunde“ hervor und als Ausgangspunkt für die Gründung der bundesweiten und europäischen Organisation der Kehlkopfoperierten.

Der wissenschaftliche und medizinische Berater des Bezirksvereins Aachen, Prof. Dr. Martin Westhofen informierte die Mitglieder und Gäste über neue Operationstechniken und Behandlungsmöglichkeiten bei Kehlkopfkrebs.

Zum Ehrenmitglied wurde Herr Georg Macher ernannt, einem Unterstützer von Beginn an, für sein 40jähriges Engagement im Verein.
Christine Herrmann, zweite Vorsitzende des Bezirksvereins, bewirtete in gewohnter Weise die Gäste
in ihrem Restaurant „Zur Hüls“ mit einem köstlichen Buffet.

Einen schönen musikalischen Rahmen verdankt diese gelungene Veranstaltung Herrn Peter Dicks, Diplom-Logopäde am Universitätsklinikum Aachen, der beratendes Vorstandsmitglied im Bezirksverein Aachen ist.

40 Jahre „Kehlkopfoperiert – kein Leben im Abseits“! Die KBS dankt im Namen aller Betroffenen der Aachener Region und sagt: „Herzlichen Glückwunsch zum 40jährigen.“

Anja Schüller
Krebsberatungsstelle und Kontaktstelle für
Selbsthilfegruppen im Gesundheitswesen Aachen
20. Dezember 2012